Ansteckend: Einsamkeit eine "Infektionskrankheit" ?
Einsamkeit als Infektionskrankheit? Ist das traurige Gefühl, einsam zu sein, ansteckend?
Genau das legt eine Langzeitstudie nun dar!
Die Daten entstammen der Framingham-Herzstudie, einer Studie, die bereits seit 1948 läuft und somit eine perfekte Quelle für eine so spezielle Frage wie die nach der Einsamkeit darstellt. So wurde unter den 12000 Probanden der Einfluss von Einsamkeit einzelner Menschen auf die Gruppe der sie umgebenden Personen festgestellt.
Das Ergebnis der Studie zeigt, dass sich einsame Menschen nicht nur aus der Gesellschaft zurückziehen und sich selbst somit noch einsamer machen, sondern zudem auf dem Weg der Abkapselung das Gefühl der Einsamkeit an andere Menschen weitergeben. Dies löst eine Gruppendynamik aus, da diese Menschen wiederum enge Kontakte mit ihrer Einsamkeit infizieren. Dies führt nicht nur zu psychischen Problemen, sondern in deren Folge auch zu körperlicher Symptomatik.
Daher raten die Experten dazu, die Betroffenen nicht auszuschließen, sondern wieder in die Gemeinschaft zu integrieren und so den Teufelskreis der Einsamkeit zu durchbrechen. Dadurch ist nicht nur dem Betroffenen geholfen, sondern auch der Gesellschaft an sich, da sie somit nicht durch die negative Stimmung angesteckt wird.
So sollte man Einsamkeit als psychische Symptomatik nicht unterschätzen, sondern Hilfe leisten. Vor allem gefährdet sind laut der Studie Frauen und Leute, bei denen Freundschaften zu Ende gehen.