Antidepressivum Nortriptylin (Nortrilen) steigert Gedanken an Selbstmord

Antidepressivum Nortriptylin (Nortrilen) steigert Gedanken an Selbstmord 15.10.2009

Nortriptylin, ein Antidepressivum, ließ männliche Patienten deutlich häufiger an Suizid denken als mit Escitalopram behandelte Patienten, dies geht aus einer britischen Studie hervor. Nortriptylin soll bei Depressiven stimmungsaufhellend wirken. Offenbar kann dieses Antidepressivum aber auch genau das Gegenteil bewirken. Männer die mit diesem Wirkstoff behandelt wurden dachten zehnmal häufiger an Selbstmord als Patienten die mit Escitalopram behandelt wurden. Bei weiblichen Patienten wurde dieser Effekt allerdings nicht beobachtet. Weiterführendes: Depressionen Symptome.

Wirkstoff in Antidepressivum steigert Suizidgedanken
Untersucht wurde eine Gruppe von 811 Erwachsenen im Alter von 18 bis 72 Jahren. Alle Probanden hatten mittlere bis schwere Depressionen, ohne bisheriger manischen Phase. Die Patienten wurden über einen Zeitraum von zwölf Wochen mit Nortriptylin oder Escitalopram behandelt. Da es keine Kontrollgruppe gab, die mit einem Placebo behandelt wurde, können keine Angaben zu natürlichen Schwankungen des Krankheitsverlaufes oder zum Placebo-Effekt gemacht werden. In Deutschland findet man den Wirkstoff Nortriptylin in dem Arzneimittel Notrilen.[weiterlesen]
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