Eigenurintherapie

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Wer an Eigenurintherapie denkt, den schaudert es zunächst einmal. Doch sollte man diese therapeutische Maßnahme nicht zu vorschnell verurteilen. Schon die alten Ägypter haben damals ihren Urin ganz genau betrachtet und aufgrund von Farbe, Geruch und Konsistenz Rückschlüsse auf den Allgemeinzustand der jeweiligen Person gezogen. Sie wendeten den Harnstoff bereits als wirksames Mittel ein. Bei den Indern ist die Eigenharntherapie ein fester Bestandteil der Kultur, während sich hier die Geister zu diesem Thema scheiden.

Der Eigenurin kann sowohl äußerlich als auch innerlich angewendet werden.
Dabei wird vom Morgenurin ein Teil des Mittelstrahls mithilfe eines Behältnisses abgefangen. Innerhalb des Körpers soll der Harnstoff das Immunsystem regulieren, bei der äußerlichen Anwendung hat sich der Eigenurin bei Wunden, Neurodermitis, Pilzerkrankungen und allgemeinen Hauterkrankungen bewährt. Der morgendliche Eigenurin enthält keimvernichtende Inhaltsstoffe sowie Mineralien, die zur Genesung der Haut beitragen. Der abgefangene Urin sollte allerdings sofort angewandt werden, da er außerhalb des Körpers sehr schnell Bakterien bildet, bis dahin ist es eine quasi sterile Flüssigkeit.

Dabei ist die Eigenurintherapie auf verschiedene Weisen anwendbar. Der Harn kann morgens auf nüchternen Magen über mehrere Monate hinweg getrunken werden, was das Immunsystem stärken soll. Dann gibt es noch die Möglichkeit sich den Eigenurin auf erkrankte Hautstellen zu streichen oder zu reiben, was eine Linderung der betroffenen Partien verspricht.

Des Weiteren kann Urin auch injiziert werden, was ebenfalls der körperlichen Abwehr gilt, dies sollte aber auf jeden Fall ein Arzt machen und die Flüssigkeit muss dabei absolut frisch, also steril sein.
Wer sich nicht überwinden kann seinen Urin zu trinken, kann sich diesen auch geschmacksneutral aufbereiten lassen. Ebenfalls möglich ist die Herstellung von Salben und Tinkturen.