Einsamkeit als Ursache für Krebserkrankungen?

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Einsamkeit ist nie schön. Seit Langem sind Einflüsse der Einsamkeit auf die Psyche des Menschen bekannt; ebenso, dass sie sogar Depressionen auslösen können.

Neue Studien belegen nun, was Forscher schon länger vermuteten: Einsamkeit kann ein Faktor für die Entstehung von Krebs sein. Darüber hinaus belegt die Studie, dass bereits an Krebs Erkrankte seltener überleben, wenn sie sich während der Erkrankung einsam fühlen und von ihrem Umfeld allein gelassen werden.

Die amerikanischen Universitäten Yale und Chicago erforschen in ihrer neuesten Studie an Ratten den genauen Zusammenhang zwischen den psychosomatischen Auswirkungen des Gefühls der Einsamkeit und dem Auftreten, beziehungsweise dem Verlauf von schweren Erkrankungen. Laut den Forschern könne das Modell der Ratten sehr gut auf die Menschen übertragen werden, da sie uns in ihrem Sozialverhalten sehr ähnlich seien.

Ausschlaggebend für diese Ergebnisse sei ein Hormon, das man bei den Ratten, die allein in einem Käfig waren und bei den Ratten, die mit anderen zusammen einen Käfig hatten, bestimmte. Die einsamen Ratten hatten einen deutlich höheren Spiegel des Stresshormons Corticosteron als die Ratten in Gesellschaft. Dieses Stresshormon werde vor allem durch den Psychostress, den die Einsamkeit verursacht, ausgeschüttet und beeinflusst das Auftreten, die Aggressivität und die Überlebenszeit von Tumoren negativ.

Die Wissenschaftler raten daher, schon präventiv ein gutes soziales Netzwerk aufzubauen, um eine Tumorerkrankung in möglichen Stresssituationen nicht zu provozieren. Zudem forcieren sie die Einbeziehung von sozialen und von Gefühlskomponenten in die Tumorbehandlung.