Fettpölsterchen schlecht fürs Gehirn?
Bauchspeck steht ohnehin seit langer Zeit in der Kritik. Nicht nur, weil er einfach nur nicht hübsch aussieht, nein, auch, weil er ein bedeutsames Gesundheitsrisiko darstellt: im Rahmen des metabolischen Syndroms fördert er die Entstehung des Diabetes Typ 2 und auch für Herz-Kreislauf-Erkrankungen soll er mitverantwortlich sein.
Neuere Untersuchungen ergaben nun, dass das Körperfett, das sich in Form von Rettungsringen am Bauch formiert, jedoch zudem auch noch einen Risikofaktor für das Gehirn darstellt: bekannt ist ja bereits, dass dadurch das Schlaganfallrisiko erhöht ist - nun soll es auch noch mitverantwortlich für die Entstehung von Demenzen sein!
Über mehrere Jahrzehnte hinweg beobachteten schwedische Forscher Frauen, die ihr Fett vor allem in der Körpermitte angesetzt hatten und fanden heraus, dass diese im Durchschnitt im Alter von 75 Jahren eine Demenz entwickelt hatten. Fett um die Schenkel herum jedoch schien diesen Effekt nicht zu haben.
Neben dieser Studie zum Thema Bauchspeck zeigten auch bereits andere Studien, die sich grundsätzlich mit dem BMI beschäftigten, dass ein hoher BMI Einfluss auf die Entstehung einer Demenz haben könnte.
Jedoch, so betonen die Forscher der schwedischen Studie, sei ihren Ergebnissen zu Folge vor allem der Ort des Fettansatzes, also der Bauchbereich, von Bedeutung, nicht unbedingt die Fettleibigkeit bzw. das Gewicht oder der BMI an sich.
Eine Ernährungsumstellung bei betroffenen kann also auch sinnvoll sein um seine geistige Vitalität langfristig und auch in höherem Alter zu erhalten.