Hilfe bei Knochenschwund

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Wissenschaftler erlangten kürzlich neue Erkenntnisse über den Knochenstoffwechsel: zwei Proteine im Gehirn sind zuständig für den Knochenauf - und Abbau.
Die Proteine sind als RANK und RANKL (das ist der Bindungspartner des RANK) bezeichnet.

Diese beiden Eiweiße steuern nicht nur den Knochenstoffwechsel, sondern auch die Temperaturregulierung des Körpers, zum Beispiel, wenn man im Rahmen eines Infekts Fieber bekommt.

Dieser Zusammenhang ist seit Längerem aus Tierversuchen bekannt, konnte nun jedoch erstmals am Menschen bei zwei Kindern, die an Osteopetrose, einer Knochenerkrankung, leiden analog nachgewiesen werden: bei diesen Kindern funktioniert nämlich nicht nur der Knochenstoffwechsel fehlerhaft - auch die Temperaturregulierung des Körpers funktioniert nicht. Die Kinder bekamen selbst bei schwereren Erkrankungen kein Fieber!
Damit scheint der Zusammenhang und die Funktion dieser Proteine geklärt und bietet einen guten Ansatzpunkt für die Therapie von Knochenerkrankungen.

Diese Erkenntnis könnte vor allem Frauen in und nach den Wechseljahren helfen, die auf Grund des Abfalls ihres Östrogenspiegels auch oft an Osteoporose erkranken. Dafür spricht auch, dass die Frauen in der Menopause oftmals unter Hitzewallungen leiden, was sich durch das RANK im Gehirn erklären ließe, das ja auch die Temperaturregulation übernimmt.
Dies macht Mut und gibt neue Ansätze für potentielle Therapiemöglichkeiten!