Wirksamkeit der Omega-3-Fettsäuren gegen Herzerkrankungen
Omega-3-Fettsäuren sind in letzter Zeit als wirksamer natürlicher Herzschutz bekannt geworden. Viel Fisch solle man essen, um sein Herz-Kreislauf-System fit zu halten. Dabei sei zu beachten, dass es sich um Tiefseefisch handeln solle, da in den Meerestieren besonders viel dieser Fettsäuren enthalten sei, während der Verzehr von Süßwasserfischen in dieser Hinsicht nutzlos sei.
Doch wie soll man die Omega-3-haltigen Nahrungsmittel zubereiten? Ist die Art des Verzehrs relevant für die vielfach angepriesene Schutzwirkung? Oder macht nur die Menge des gegessenen Fisches die Wirkung aus?
Eine Studie der Universitiy of Hawaii hat sich mit dieser Frage beschäftigt und 20000 Menschen verschiedener ethnischer Herkunft beobachtet, bei denen traditionell der Fisch jeweils verschieden zubereitet wird. Die Wissenschaftler untersuchten hierbei den Gesundheitszustand der Probanden und dokumentierten dazu die Menge an gegessenem Fisch, sowie dessen Zubereitung - ob frisch oder tiefgefroren, ob gewürzt oder ungewürzt, ob gebraten oder gebacken, etc.
Erkenntnisse der Studie zeigten, dass die Fettsäuren bei Männern einen eindeutigeren Effekt auf das Herz hatten als bei Frauen, bei Frauen jedoch bereits geringere Mengen an Omega-3-Fettsäuren den positiven Effekt hatten.
Signifikant gesenkt wurde das Herzinfarktrisiko abhängig von der Menge des gegessenen Omega-3. Bei Männern betrug der wirksame Mindestwert 3,3g pro Tag, der das Herzinfarktrisiko um knapp 25% senken konnte.
Doch nicht nur die Menge, sondern auch die Zubereitung ist ausschlaggebend. Optimal ist gebackener oder gekochter, wenig gesalzener Fisch, der eventuell noch mit Sojasoße verfeinert wurde. Abzuraten ist von gepökeltem und gebratenem Fisch, der kaum einen Herzschutz vermittelte.
Fazit ist also, dass Tiefseefisch zu essen tatsächlich das Herzrisiko deutlich senkt, wenn man genügend davon ist und diesen auch Fettsäuren-erhaltend zubereitet.